Open Graph
Was ist Open Graph?
Open Graph ist ein Meta-Tag-Standard, der festlegt, wie eine Webseite beim Teilen in sozialen Netzwerken und Messengern dargestellt wird: mit welchem Titel, welcher Beschreibung und welchem Vorschaubild. Facebook führte das Open Graph Protocol 2010 ein; heute lesen unter anderem Facebook, LinkedIn, WhatsApp, Slack und X die og-Tags aus. Ohne Open Graph entscheidet die Plattform selbst, was sie aus der Seite zieht.

Wie funktionieren Open-Graph-Tags?
Open-Graph-Tags stehen als <meta>-Elemente im <head> einer Seite und nutzen das Attribut property mit dem Präfix og:. Teilt jemand die URL, ruft der Crawler der Plattform die Seite ab und baut aus den Tags die Vorschaukarte. Ein vollständiges Grundgerüst sieht so aus:
<meta property="og:title" content="Was ist Open Graph?" />
<meta property="og:description" content="Der Meta-Tag-Standard für Social-Vorschauen." />
<meta property="og:image" content="https://www.beispiel.de/vorschaubild.webp" />
<meta property="og:url" content="https://www.beispiel.de/open-graph/" />
<meta property="og:type" content="article" />
WordPress-Websites müssen die Tags selten von Hand pflegen: SEO-Plugins wie Yoast erzeugen sie automatisch aus Titel, Auszug und Beitragsbild.
Welche Open-Graph-Tags sind die wichtigsten?
5 Tags bilden den Kern des Standards:
| Tag | Funktion | Empfehlung |
|---|---|---|
og:title |
Überschrift der Vorschaukarte | Bis etwa 60 Zeichen, darf vom Meta Title abweichen |
og:description |
Beschreibungstext unter dem Titel | 1 bis 2 Sätze, neugierig machend |
og:image |
Vorschaubild der Karte | 1200 × 630 Pixel, unter 1 MB |
og:url |
Kanonische URL des Inhalts | Immer die Haupt-URL ohne Parameter |
og:type |
Inhaltstyp | website für Seiten, article für Beiträge |
Worin unterscheiden sich Open Graph und Meta Title/Description?
Open Graph vs. klassische Meta-Tags: Der Meta Title und die Meta Description steuern das Snippet in der Google-Suche, die og-Tags steuern die Vorschaukarte beim Teilen. Beide dürfen bewusst unterschiedlich formuliert sein: In der SERP konkurriert eine Seite über Suchintention und Keyword, im Social Feed über Neugier und ein starkes Bild. Auch von strukturierten Daten nach schema.org grenzt sich Open Graph ab: Strukturierte Daten beschreiben Inhalte maschinenlesbar für Suchmaschinen und KI-Systeme, og-Tags formatieren eine Vorschau.
Spielt Open Graph eine Rolle für SEO?
Ein direkter Rankingfaktor ist Open Graph nicht. Der Nutzen entsteht indirekt über 3 Wege: Ansprechende Vorschaukarten erhöhen die Klickrate geteilter Links, mehr geteilte Klicks bringen Besucher und Markenkontakte, und ein sauber gepflegtes og:image dient vielen Systemen (auch Messengern und KI-Chats mit Linkvorschau) als Thumbnail der Seite. Fehlende oder kaputte og-Tags fallen deshalb in jedem gründlichen SEO-Audit als Befund an.
Häufige Fragen zu Open Graph
Braucht jede Seite Open-Graph-Tags?
Jede Seite, die geteilt werden kann, profitiert davon; Pflicht sind sie nicht. Fehlen die Tags, wählen Netzwerke Titel, Beschreibung und Bild selbst aus. Das Ergebnis ist oft ein zufälliges Bild und ein abgeschnittener Text.
Welche Größe braucht das og:image?
1200 mal 630 Pixel haben sich als Standard etabliert (Seitenverhältnis 1,91:1). Facebook empfiehlt mindestens 600 mal 315 Pixel; kleinere Bilder zeigen viele Netzwerke nur als Mini-Vorschau neben dem Text.
Was sind Twitter Cards?
Twitter Cards sind das Pendant von X (ehemals Twitter) zu Open Graph, mit eigenen Tags wie twitter:card und twitter:image. Fehlen sie, fällt X auf die vorhandenen og-Tags zurück; beide Standards ergänzen sich also.

