Was ist ein Nofollow-Link?
Ein Nofollow-Link ist ein Hyperlink mit dem Attribut rel="nofollow", mit dem die verlinkende Seite Suchmaschinen mitteilt, dass sie das Ziel nicht empfiehlt und nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden möchte. Google behandelt nofollow seit September 2019 als Hinweis und entscheidet selbst, ob es dem Link folgt oder ihn für das Ranking wertet. Ein Link ohne dieses Attribut heißt umgangssprachlich Dofollow-Link.

Kurzprofil des Begriffs
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Schreibweise im HTML | <a href="/%E2%80%A6" rel="nofollow"> |
| Eingeführt | Januar 2005 von Google, Yahoo und MSN gegen Kommentar-Spam in Blogs |
| Verwandte Werte | rel="sponsored" für bezahlte Links, rel="ugc" für nutzergenerierte Inhalte (beide seit September 2019) |
| Status bei Google | Hinweis für das Ranking seit 10. September 2019, für Crawling und Indexierung seit 1. März 2020 |
| Gegenbegriff | Dofollow-Link, ein umgangssprachlicher Begriff ohne eigenes HTML-Attribut |
| Verwechslungsgefahr | Das Meta-Robots-Tag nofollow gilt für alle Links einer Seite |
Wie sieht ein Nofollow-Link im HTML-Code aus?
Ein Nofollow-Link trägt im a-Element das Attribut rel mit dem Wert nofollow. Für den Besucher sieht der Link aus wie jeder andere, die Kennzeichnung steht nur im Quelltext:
<!-- Link ohne Empfehlung -->
<a href="https://beispiel.de/" rel="nofollow">Beispielseite</a>
<!-- bezahlter Link, etwa in einem Advertorial -->
<a href="https://shop.beispiel.de/" rel="sponsored">Zum Shop</a>
<!-- Link aus einem Kommentar, mehrere Werte sind erlaubt -->
<a href="https://blog.beispiel.de/" rel="ugc nofollow">mein Blog</a>
Google erlaubt mehrere Werte im selben Attribut, getrennt durch Leerzeichen oder Komma. Werte wie noopener und noreferrer stehen oft daneben. Sie betreffen die Sicherheit und die Weitergabe des Referrers im Browser und haben auf das Ranking keinen Einfluss.
Seitenweit wirkt das Meta-Robots-Tag <meta name="robots" content="nofollow"> oder der HTTP-Header X-Robots-Tag mit demselben Wert. Beide gelten für jeden Link auf der Seite.
Was ist der Unterschied zwischen nofollow, sponsored und ugc?
Die drei Werte nofollow, sponsored und ugc beschreiben verschiedene Gründe, aus denen eine Seite einen Link nicht empfiehlt. Google wertet alle drei als Hinweis, und für die Linkkraft gelten sponsored und ugc wie nofollow.
| Wert | Einsatz laut Google | Typische Beispiele |
|---|---|---|
sponsored |
Anzeigen und bezahlte Platzierungen | Advertorials, Affiliate-Links, gekaufte Erwähnungen |
ugc |
Links aus nutzergenerierten Inhalten | Kommentare, Forenbeiträge, Bewertungen |
nofollow |
wenn die anderen Werte nicht passen und die Seite nicht mit dem Ziel verbunden werden will | Links auf Quellen, die du nicht prüfen kannst |
Was unter User Generated Content fällt, legt der Betreiber der Plattform fest. Viele Netzwerke, Foren und Wikis versehen ausgehende Links von Haus aus mit einem dieser Werte.
Wie wirken Nofollow-Links auf das Ranking?
Ein Nofollow-Link gibt in der Regel keine Linkkraft an das Ziel weiter, bleibt für Google aber ein Hinweis, den die Suchmaschine trotzdem auswerten darf. Bis 2019 wertete Google solche Links nach eigener Aussage nicht für das Ranking. Seit der Umstellung auf das Hinweis-Modell kann Google einzelne Nofollow-Links berücksichtigen, etwa um Spam besser zu erkennen. Wann das geschieht, legt Google nicht offen.
Für die Suchmaschinenoptimierung haben Nofollow-Links 3 indirekte Wirkungen:
- Besucher: Ein Nofollow-Link aus einem viel gelesenen Artikel bringt echte Leser, unabhängig vom Attribut.
- Erwähnungen: Der verlinkte Name steht trotzdem im Text. Solche Brand Mentions verknüpfen eine Marke mit einem Thema, für Suchmaschinen und für KI-Systeme.
- Entdeckung: Andere Autoren finden die Seite über den Link und verlinken sie später selbst, oft ohne nofollow.
Fast jedes gewachsene Linkprofil enthält Nofollow-Links, weil große Plattformen wie Wikipedia, soziale Netzwerke und Foren ausgehende Links standardmäßig so auszeichnen. Wie ein Backlink wirkt, hängt deshalb immer am Attribut und an der verlinkenden Seite. Mehr zur Weitergabe von Linkkraft erklärt der Beitrag zu Link Juice.
Wann solltest du Links als nofollow kennzeichnen?
Du kennzeichnest einen Link als nofollow, sponsored oder ugc, wenn er bezahlt ist, von Nutzern stammt oder auf eine Quelle zeigt, für die du nicht einstehen willst. In 4 Fällen ist die Kennzeichnung angebracht:
- Bezahlte Links: Googles Spam-Richtlinien verlangen für gekaufte oder getauschte Links
sponsoredodernofollow. Ein unmarkierter bezahlter Link gilt als Linkspam und gehört zu den Methoden des Black Hat SEO. - Affiliate-Links: Provisionslinks zählen zu den bezahlten Platzierungen und tragen
sponsored. - Kommentare und Foren: Links, die Besucher selbst setzen, tragen
ugc. Das nimmt Spammern den Anreiz. - Ungeprüfte Quellen: Ein Link auf eine Seite, deren Qualität du nicht beurteilen kannst, trägt
nofollow.
Ein interner Link bleibt dagegen ohne Attribut. Nofollow auf internen Links unterbricht die Weitergabe von Linkkraft innerhalb der eigenen Website, und Google wertet es auch dort nur als Hinweis. Wer sein Crawl-Budget steuern will, nutzt andere Werkzeuge: Für Bereiche, die Google nicht crawlen soll, empfiehlt Google die robots.txt, für Seiten, die nicht in den Index sollen, das Noindex-Attribut.
Wie prüfst du, ob ein Link nofollow ist?
Ob ein Link nofollow ist, zeigt der Quelltext der verlinkenden Seite am rel-Attribut des Links. Die Prüfung gelingt in 3 Schritten:
- Attribut lesen: Im Browser per Rechtsklick „Untersuchen“ wählen und am
a-Element nachsehen, obreldie Werte nofollow, sponsored oder ugc enthält. - Seitenweite Angaben prüfen: Im Quelltext nach
meta name="robots"suchen und in den HTTP-Antwortheadern nach dem X-Robots-Tag. Ein seitenweites nofollow überschreibt jeden einzelnen Link. - Echte Eintragsseite ansehen: Die Dokumentation eines Portals beschreibt oft einen anderen Stand als die ausgelieferte Seite. Verlässlich ist nur der Abruf der konkreten Seite, auf der dein Link steht.
Wie wichtig der dritte Schritt ist, hat taismo im September 2026 an mehreren Verzeichnissen und Plattformen gemessen. Ein Designverzeichnis mit sehr starker Domain zeichnet alle Verzeichnislinks als nofollow aus. Eine große Produktplattform markiert Links mit ugc, und die Links in den README-Dateien von GitHub-Repositorys tragen nofollow. Brauchbare normale Links lieferten ausgerechnet kleinere Fachverzeichnisse. Ein Link ohne den Wert nofollow ist also erst dann ein normaler Link, wenn auch ugc und sponsored fehlen.
Lohnen sich Nofollow-Links beim Linkaufbau?
Nofollow-Links lohnen sich beim Linkaufbau, wenn sie Reichweite, Erwähnungen oder Vertrauen bringen, und sie werden auch genau danach bewertet. Ein Fachartikel auf einem viel gelesenen Portal mit Nofollow-Link kann mehr Anfragen bringen als ein normaler Link aus einem unbekannten Verzeichnis. Teuer wird es, wenn ein Nofollow-Link als Backlink verkauft und bezahlt wird.
Für die Offpage-Optimierung heißt das: Jede Linkquelle wird an der konkreten Eintragsseite gemessen, am rel-Attribut und an der Stärke genau dieser Seite. Wie eine laufende SEO-Betreuung Linkquellen auswählt und bewertet, hängt an diesem Unterschied.
Häufige Fragen zu Nofollow-Links
Gibt es ein Dofollow-Attribut?
Nein. Dofollow ist ein umgangssprachlicher Begriff für einen Link ohne nofollow, sponsored oder ugc. Ein Attribut rel="dofollow" existiert im HTML-Standard nicht und wird von Suchmaschinen ignoriert.
Schaden zu viele Nofollow-Links meiner Website?
Nein. Eingehende Nofollow-Links schaden einer Website nicht. Sie gehören zu jedem gewachsenen Linkprofil, weil viele große Plattformen ausgehende Links so auszeichnen.
Folgt Google einem Nofollow-Link trotzdem?
Google folgt solchen Links in der Regel nicht, behandelt nofollow seit März 2020 aber auch beim Crawlen als Hinweis. Die verlinkte Seite kann außerdem über Sitemaps oder andere Links gefunden und indexiert werden.
Sind Links in sozialen Netzwerken nofollow?
Die meisten sozialen Netzwerke kennzeichnen Links in Beiträgen und Profilen als nofollow oder ugc. Ihr Wert liegt in Reichweite und Besuchern.