Ankertext
Was ist ein Ankertext?
Der Ankertext ist der sichtbare, klickbare Text eines Links; im HTML-Code steht er zwischen dem öffnenden <a href="…"> und dem schließenden </a>. Suchmaschinen lesen den Ankertext als Kontextsignal: Er beschreibt, welches Thema die verlinkte Zielseite behandelt. Ein präziser Ankertext hilft Nutzern und Google gleichermaßen, das Linkziel einzuordnen. Im Englischen heißt er Anchor Text.

Welche Arten von Ankertexten gibt es?
Die SEO-Praxis unterscheidet 6 Ankertext-Typen:
| Typ | Beispiel | Signalwirkung |
|---|---|---|
| Exact Match | „SEO Betreuung“ | Exaktes Fokuskeyword der Zielseite, stärkstes Themensignal |
| Partial Match | „monatliche SEO Betreuung für B2B“ | Keyword eingebettet in weitere Wörter |
| Brand | „taismo“ | Markenname, natürlichstes Signal bei Backlinks |
| Generisch | „hier klicken“, „mehr erfahren“ | Kein Themensignal |
| Nackte URL | „taismo.de“ | Neutral, üblich in Quellenangaben |
| Bild-Anker | Verlinktes Bild | Das alt-Attribut des Bildes übernimmt die Rolle des Ankertexts |
Ein natürliches Linkprofil mischt alle 6 Typen. Brand-Anker und nackte URLs stellen dabei erfahrungsgemäß den größten Anteil, harte Exact-Match-Anker bleiben die Ausnahme.
Warum ist der Ankertext für SEO wichtig?
Der Ankertext sagt Google, wofür die Zielseite relevant ist, noch bevor der Crawler sie besucht. Zusammen mit dem umgebenden Satz bildet er den Kontext, in dem die verlinkte Seite thematisch eingeordnet wird; über den Link fließt zusätzlich Link Juice an das Ziel.
Bei Backlinks gilt zugleich eine Warnung: Ein unnatürlich hoher Anteil harter Exact-Match-Ankertexte aus fremden Domains wertet Google als Manipulationsversuch. Das Penguin-Update richtet sich seit 2012 genau gegen dieses Muster und arbeitet seit 2016 in Echtzeit im Kernalgorithmus. Ein natürliches Backlink-Profil mischt deshalb Brand-Anker, URLs und beschreibende Formulierungen.
Wie setzt du Ankertexte bei internen Links richtig ein?
Intern gelten andere Spielregeln als extern: Deine eigenen Seiten darfst du konsequent mit präzisen, keyword-tragenden Ankertexten verbinden, ohne eine Abstrafung zu riskieren. 3 Regeln führen zum Ziel:
- Der Ankertext entsteht im Satzkontext. Der Link fügt sich in den Lesefluss ein, statt als „Hier klicken“-Fremdkörper zu stören.
- Der Ankertext beschreibt die Zielseite. Wer auf „interne Verlinkung“ klickt, landet auf der Seite über interne Links, nicht auf der Startseite.
- Ein Ankertext pro Zielseite bleibt konsistent. Wechselnde Linktexte auf dasselbe Ziel verwässern das Themensignal.
Eine durchdachte Ankertext-Strategie über alle internen Links hinweg gehört zu den stärksten Onpage-Hebeln; in der laufenden SEO-Betreuung prüfen wir sie deshalb bei jedem neuen Inhalt mit.
Häufige Fragen zum Ankertext
Was ist ein Beispiel für einen guten Ankertext?
Ein guter Ankertext benennt das Linkziel konkret: „Leitfaden zur internen Verlinkung“ statt „hier klicken“. Der Leser weiß vor dem Klick, welche Seite ihn erwartet, und Google erhält ein klares Themensignal.
Ist „hier klicken“ als Ankertext schlecht?
Für SEO ja: Generische Ankertexte wie „hier“ oder „mehr erfahren“ transportieren kein Themensignal an die Zielseite. Vereinzelt sind sie unkritisch; als Standard verschenken sie Relevanz.
Wie lang darf ein Ankertext sein?
Es gibt keine technische Grenze. Bewährt haben sich 2 bis 6 Wörter: lang genug für ein klares Themensignal, kurz genug, um im Satz lesbar zu bleiben. Ganze Sätze als Ankertext verwässern das Signal.