Sitelinks
Was sind Sitelinks?
Sitelinks sind zusätzliche Links unter einem Google-Suchergebnis, die direkt auf Unterseiten derselben Website führen. Google blendet sie automatisch ein, wenn ein Ergebnis besonders relevant ist, typischerweise bei der Suche nach einem Markennamen. Ein Treffer mit Sitelinks belegt deutlich mehr Platz auf der Suchergebnisseite, steigert die Klickrate und führt Nutzer ohne Umweg zur passenden Unterseite. Direkt buchen oder einreichen lassen sich Sitelinks nicht: Google wählt sie algorithmisch aus der Struktur der Website aus.

Kurzprofil des Begriffs
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Wortart | Substantiv, meist im Plural: die Sitelinks |
| Aussprache | englisch, „sait-links“; wörtlich „Website-Links“ |
| Alternative Bezeichnung | Google Sitelinks |
| Fachgebiet | SEO, SERP-Features, Markensuche |
| Verwandte Begriffe | SERP, Featured Snippet, Interner Link |
Wie entstehen Google Sitelinks?
Google erzeugt Sitelinks vollautomatisch: Der Algorithmus analysiert die Struktur einer Website und zeigt die Unterseiten als Sitelinks, die er für die konkrete Suchanfrage als nützlichste Abkürzungen einschätzt. Häufig sind das Seiten wie Leistungen, Kontakt, Karriere oder ein Blog.
Sitelinks erscheinen vor allem bei navigationsorientierten Suchanfragen, also wenn jemand gezielt nach einer Marke oder Website sucht. Bei generischen Suchbegriffen zeigt Google sie selten, weil dort mehrere Anbieter um die Positionen konkurrieren. Ob und welche Sitelinks erscheinen, kann sich jederzeit ändern; ein Anrecht darauf gibt es nicht.
Welche Arten von Sitelinks gibt es?
Google zeigt 3 Arten von Sitelinks:
- Erweiterte Sitelinks: Bis zu 6 Links mit eigener Beschreibung unter dem ersten Suchergebnis, meist bei der Markensuche. Die auffälligste Form.
- Einzeilige Sitelinks: Eine kompakte Linkzeile unter einem Ergebnis, auch auf tieferen Positionen möglich.
- Anzeigen-Sitelinks: Manuell gepflegte Sitelink-Assets in Google-Ads-Kampagnen. Sie sehen ähnlich aus, folgen aber eigenen Regeln und sind der einzige Sitelink-Typ, den du direkt festlegst.
Die früher verbreitete Sitelink-Suchbox, ein Suchfeld direkt im Suchergebnis, hat Google im November 2024 eingestellt.
Wie beeinflusst du deine Sitelinks?
Sitelinks beeinflusst du über die Signale, aus denen Google sie ableitet. 4 Hebel wirken in der Praxis:
- Klare Seitenstruktur: Eine flache, logische Hierarchie mit eindeutig benannten Hauptseiten macht die Auswahl für den Algorithmus leicht.
- Interne Verlinkung: Wichtige Seiten werden prominent und mit aussagekräftigen Ankertexten verlinkt; wie das funktioniert, erklärt der Beitrag zum internen Link.
- Sprechende Titel: Kurze, eindeutige Seitentitel und Überschriften, denn Google übernimmt die Sitelink-Beschriftung daraus.
- Saubere Navigation: Eine Breadcrumb-Navigation und konsistente Menüs bestätigen die Hierarchie.
Unerwünschte Seiten entfernst du nicht per Knopfdruck aus den Sitelinks; das frühere Abwertungs-Tool in der Search Console hat Google 2016 abgeschafft. Es bleibt der indirekte Weg: die Seite intern schwächer verlinken oder per noindex aus dem Index nehmen. Eine Struktur, die Sitelinks begünstigt, entsteht nicht zufällig, sondern durch systematische Arbeit an Architektur und Verlinkung, ein Kernbaustein jeder laufenden SEO-Betreuung.
Häufige Fragen zu Sitelinks
Kann ich Sitelinks bei Google beantragen?
Nein. Organische Sitelinks vergibt der Algorithmus automatisch. Nur in Google-Ads-Kampagnen legst du Sitelinks selbst als Assets an.
Warum zeigt meine Website keine Sitelinks?
Meist fehlt eines von drei Signalen: Die Website rankt für ihre Marke nicht klar auf Position 1, die Struktur ist zu flach oder uneindeutig, oder die Marke wird zu selten gesucht. Mit wachsender Markenbekanntheit erscheinen Sitelinks oft von selbst.
Sind Sitelinks ein Rankingfaktor?
Nein. Sitelinks verändern nicht die Position eines Ergebnisses, sondern seine Darstellung. Sie vergrößern die belegte Fläche und erhöhen dadurch die Klickrate.