Google Discover
Was ist Google Discover?
Google Discover ist ein personalisierter Inhalte-Feed von Google, der Nutzern vor allem auf dem Smartphone Artikel, Videos und Webseiten anzeigt, ohne dass sie eine Suchanfrage stellen. Die Auswahl richtet sich nach Interessen, die Google aus der Web- und App-Aktivität des Nutzers ableitet. Discover erscheint unter anderem in der Google-App und auf der Startseite des mobilen Chrome-Browsers.

Wie funktioniert Google Discover?
Discover dreht die Logik der Suche um: Nicht der Nutzer stellt eine Frage, sondern Google schlägt Inhalte vor. Grundlage ist das Interessenprofil aus der Google-Aktivität, etwa besuchten Seiten, Suchverläufen und abonnierten Themen. Der Feed zeigt Karten mit großem Bild, Titel und Quelle; ein Tipp öffnet die Website des Publishers. Nutzer steuern den Feed aktiv mit: Sie können Themen folgen oder einzelne Quellen ausblenden. Discover bevorzugt dabei keine reine Aktualität; auch ältere Inhalte erscheinen, wenn sie zum Interesse passen.
Wie kommen Inhalte in Google Discover?
Google nennt genau zwei Voraussetzungen: Der Inhalt muss von Google indexiert sein und den Inhaltsrichtlinien von Discover entsprechen. Eine Anmeldung, ein spezielles Markup oder ein News-Status sind nicht nötig. Eine Garantie gibt es allerdings auch nicht: Selbst richtlinienkonforme, indexierte Inhalte erscheinen nur, wenn sie zum Interessenprofil genügend vieler Nutzer passen. Discover ist damit kein klassisches Ranking mit Position 1 bis 10, sondern ein individuell zusammengestellter Feed je Nutzer.
Wie optimierst du Inhalte für Google Discover?
Google gibt in seiner Dokumentation 5 konkrete Empfehlungen:
- Große Bilder: Beitragsbilder mindestens 1.200 Pixel breit, idealerweise im 16:9-Format.
- Bildvorschau freigeben: Die Einstellung
max-image-preview:largeaktivieren, damit Google das große Bildformat im Feed nutzen darf. Gängige SEO-Plugins setzen sie standardmäßig. - Ehrliche Titel: Seitentitel und Überschriften, die den Inhalt tragen; Clickbait und reißerische Formulierungen stuft Google ausdrücklich als negativ ein.
- Zeitgemäße, einzigartige Inhalte: Beiträge mit eigenem Blickwinkel und gepflegter Aktualität (Content Freshness) passen zum Feed-Charakter.
- Vertrauenssignale: Klare Autoren-, Datums- und Quellenangaben, wie sie auch das E-E-A-T-Konzept beschreibt, dazu eine schnelle, mobilfreundliche Seite (PageSpeed).
Wie verlässlich ist Discover-Traffic?
Discover-Traffic schwankt stark und lässt sich nicht planen. Google selbst nennt die Zugriffe „weniger vorhersehbar“ als Such-Traffic und empfiehlt, sie als Ergänzung zu betrachten. Ein Beitrag kann eine Woche lang fünfstellige Besucherzahlen bringen und danach komplett aus dem Feed verschwinden; Ursachen sind wechselnde Nutzerinteressen und Anpassungen der Google-Systeme. Gemessen wird Discover-Traffic im eigenen Leistungsbericht „Discover“ der Google Search Console. Strategisch gilt deshalb: Discover ist ein Bonus auf ein stabiles Fundament aus organischen Rankings, wie es eine kontinuierliche SEO-Betreuung aufbaut.
Häufige Fragen zu Google Discover
Ist Google Discover nur auf dem Smartphone verfügbar?
Discover erscheint primär auf mobilen Oberflächen: in der Google-App auf Android und iOS sowie auf der Startseite des mobilen Chrome-Browsers.
Wo sehe ich, ob meine Website Discover-Traffic bekommt?
In der Google Search Console unter dem Leistungsbericht „Discover“. Der Bericht erscheint erst, wenn die Website eine Mindestmenge an Discover-Impressionen erreicht hat.
Kann ich meine Website für Discover anmelden?
Nein. Es gibt weder ein Anmeldeverfahren noch ein spezielles Discover-Markup. Indexierbare, richtlinienkonforme Inhalte nehmen automatisch teil.